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Ratgeber · WordPress-Wartung

Was kostet WordPress-Wartung?

Marktüblich sind 10 bis 250 Euro im Monat. Die Spanne ist so groß, weil unter demselben Wort zwei verschiedene Leistungen verkauft werden: das Einspielen von Updates am unteren Ende, überwachter Betrieb mit geprüften Backups am oberen. Bei Kaevo kostet Wartung 49 bis 149 Euro monatlich, typisch 89 bis 99 Euro.

Dieser Text erklärt, wodurch der Unterschied entsteht, welche Leistungen ein Wartungsvertrag enthalten sollte und woran sich das im Angebot erkennen lässt. Die Preisspannen stammen aus eigener Marktrecherche, die Praxisbeispiele aus dem laufenden Betrieb von rund fünfzig betreuten WordPress-Installationen.

Preise im Überblick

Drei Preisklassen, drei verschiedene Leistungen

Segment Preis / Monat Üblicherweise enthalten
Automatisierte Massenwartung 10 – 30 € Updates werden eingespielt, ein Backup wird erstellt. Prüfung meist automatisiert oder gar nicht, Ansprechperson selten.
Agenturwartung 50 – 150 € Updates, Backups, Erreichbarkeitsprüfung, feste Ansprechperson und meist ein kleines Stundenkontingent für Änderungen.
Betreuter Betrieb 100 – 250 € Zusätzlich täglicher Abgleich gegen bekannte Sicherheitslücken, Funktionsprüfung nach Updates und regelmäßig getestete Wiederherstellung.

Spannen aus eigener Marktrecherche, Stand August 2026. Reine White-Label-Angebote für Agenturen liegen darunter, weil dort die Kundenbetreuung beim Wiederverkäufer bleibt.

Preisfaktoren

Wovon der Preis tatsächlich abhängt

01

Umfang der Installation

Eine Visitenkartenseite mit fünf Unterseiten und acht Erweiterungen braucht rund eine halbe Stunde im Monat. Ein Shop mit Zahlungsanbindung oder ein Netzwerk aus mehreren Länderseiten liegt beim Dreifachen. Das ist der größte Einzelfaktor und der Grund, warum seriöse Angebote eine Spanne nennen statt einer Zahl.

02

Anzahl der Erweiterungen

Jedes Plugin ist fremder Code mit eigenem Update-Rhythmus und eigener Fehlerhistorie. Dreißig Erweiterungen bedeuten nicht dreißigfachen Aufwand, aber deutlich mehr Stellen, an denen ein Update etwas anderes kaputt macht. Aufgeräumte Installationen sind dauerhaft günstiger zu betreuen.

03

Ob überhaupt geprüft wird

Hier entsteht der eigentliche Preisunterschied, und er ist von außen kaum sichtbar. Updates einzuspielen dauert Minuten. Festzustellen, ob die Seite danach noch fehlerfrei lädt, ob ein Update sicherheitsrelevant war und ob das Backup sich wiederherstellen lässt, ist der Teil, der Zeit kostet.

Aus dem Betrieb

Was solche Prüfungen tatsächlich finden

dreistellig

Schwachstellen beim Erstabgleich

Wer eine gewachsene Sammlung von WordPress-Installationen zum ersten Mal systematisch gegen eine Schwachstellendatenbank abgleicht, landet erfahrungsgemäß im dreistelligen Bereich. Das heißt nicht, dass dort nachlässig gearbeitet wurde. Der Grund liegt woanders: „Update verfügbar" und „Sicherheitslücke bekannt" sind zwei verschiedene Informationen, und im WordPress-Backend steht nur die erste. Welches Update eine bekannte Lücke schließt und welches eine Schriftfarbe ändert, verrät die Update-Liste nicht. Die beiden Informationen treffen erst in einem täglichen Abgleich gegen eine Schwachstellendatenbank aufeinander.

rund ein Drittel

Seiten mit Fehlern im Browser

So viel zeigt ein erster Durchlauf mit echtem Browser-Rendering typischerweise: JavaScript-Fehler, blockierte Schriftarten, Bilder, die nicht mehr laden. Diese Seiten waren alle erreichbar und sahen beim schnellen Aufruf unauffällig aus. Ein Verfügbarkeitscheck hätte jede einzelne als in Ordnung gemeldet.

grün oder erklärt

Ergebnis jeder Wiederherstellung

Jede Sicherung wird reihum in einer abgeschotteten Testumgebung eingespielt und auf Lauffähigkeit geprüft. Die große Mehrheit läuft dabei sauber durch. Wo das Ergebnis abweicht, liegt es in aller Regel an der Testumgebung selbst, etwa an einer älteren PHP-Version im Original, und genau das steht dann im Ergebnis. Ein Ergebnis ist entweder grün oder erklärt. Diese Unterscheidung entsteht erst, wenn man Backups tatsächlich wiederherstellt statt sie nur zu erzeugen.

Angebote vergleichen

Fünf Fragen, die jedes Angebot vergleichbar machen

Preise allein sagen wenig, solange unklar ist, was dafür passiert. Diese fünf Fragen trennen Angebote schneller als jede Leistungstabelle, und sie funktionieren unabhängig davon, bei wem am Ende unterschrieben wird.

  1. „Werden Backups nur erstellt oder auch wiederhergestellt?"

    Ein Backup ist erst dann eines, wenn daraus nachweislich eine lauffähige Website wird. Sicherungen können unvollständig oder nicht entschlüsselbar sein, ohne dass es beim Erstellen auffällt. Die Datenschutz-Grundverordnung verlangt in Artikel 32 ausdrücklich, die Wirksamkeit solcher Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen. Wie so ein Test abläuft und woran er selbst scheitern kann, steht im Werkstattbericht zu Backup-Tests.

  2. „Woher wissen Sie, ob ein Update sicherheitsrelevant ist?"

    Das WordPress-Backend zeigt an, dass ein Update verfügbar ist, nicht warum. Ob eine bekannte Lücke geschlossen wird oder nur eine Schriftfarbe geändert, steht dort nicht. Die Antwort sollte einen Abgleich gegen eine Schwachstellendatenbank enthalten, nicht das Wort „regelmäßig".

  3. „Wird nach dem Update geprüft, ob die Seite noch funktioniert?"

    Nach einem Update fällt eine Seite selten komplett aus. Häufiger lädt sie weiterhin und funktioniert trotzdem nicht: das Formular hat keinen Absenden-Knopf mehr, die Galerie bleibt leer. Erreichbarkeitsprüfungen melden so etwas nie, weil die Seite ja antwortet.

  4. „Wo liegen die Backups, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?"

    Backups enthalten in aller Regel personenbezogene Daten, mindestens Server-Protokolle, häufig Formularzusendungen oder Kundenkonten. Wer sie speichert, ist Auftragsverarbeiter und braucht einen Vertrag nach Artikel 28. Der Speicherort entscheidet zusätzlich darüber, ob eine Übermittlung in ein Drittland vorliegt.

  5. „Was passiert mit kostenpflichtigen Erweiterungen, wenn der Vertrag endet?"

    Viele Anbieter stellen Premium-Plugins über eine eigene Mehrfachlizenz bereit. Das ist üblich und meist günstiger, hat aber eine Folge: Endet der Vertrag, endet die Lizenz. Wer davon erst beim Wechsel erfährt, steht plötzlich vor Lizenzkosten, mit denen niemand gerechnet hat. Eine gute Antwort benennt, was beim Kunden bleibt und was nicht.

Preise bei Kaevo

49 bis 149 Euro im Monat

Der übliche Wert liegt bei 89 bis 99 Euro. Die Spanne bildet die Größe der Installation ab, nicht unterschiedliche Leistungspakete: Eine kleine Seite kostet weniger, weil weniger Update-Aufwand anfällt. Überwacht wird jede betreute Installation gleich, weil die Prüfungen automatisiert laufen und die zwanzigste Seite denselben Aufwand verursacht wie die erste.

Enthalten sind Updates mit vorheriger Verträglichkeitsprüfung, verschlüsselte Sicherungen an einem zweiten Ort in Deutschland, täglicher Abgleich gegen bekannte Sicherheitslücken, automatisierte Funktionsprüfung nach Updates und regelmäßig getestete Wiederherstellung. Dazu ein Auftragsverarbeitungsvertrag und eine feste Ansprechperson.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?
Marktüblich sind 10 bis 250 Euro im Monat. Reine Update-Dienste beginnen bei rund 10 Euro, betreuter Betrieb mit Sicherheitsabgleich und geprüften Backups liegt bei 100 Euro und darüber. Bei Kaevo kostet Wartung 49 bis 149 Euro monatlich, typisch 89 bis 99 Euro.
Warum ist WordPress-Wartung so unterschiedlich teuer?
Weil unter demselben Wort zwei verschiedene Leistungen verkauft werden. Am unteren Ende werden Updates eingespielt und Backups erstellt. Am oberen Ende wird zusätzlich geprüft, ob ein Update sicherheitsrelevant ist, ob die Website danach noch funktioniert und ob sich das Backup überhaupt wiederherstellen lässt.
Reicht es, WordPress selbst zu aktualisieren?
Technisch ja, ein Update ist ein Klick. Der Aufwand entsteht danach: prüfen, ob die Seite noch fehlerfrei lädt, ob Formulare funktionieren und ob ein Plugin still ausgefallen ist. Wer das regelmäßig macht, braucht keine Wartung. Wer es nicht macht, merkt Ausfälle erst, wenn Kundschaft sich meldet.
Was passiert, wenn eine Website gar nicht gewartet wird?
Meist lange nichts, und dann alles auf einmal. Veraltete Plugins sind der häufigste Einstiegsweg bei WordPress-Kompromittierungen. Der Schaden ist selten die Website selbst, sondern die Wiederherstellung, der Ausfall und die Meldepflicht, wenn personenbezogene Daten betroffen sind.
Ist ein Backup dasselbe wie eine gesicherte Wiederherstellung?
Nein. Ein Backup ist eine Datei. Ob sich daraus eine lauffähige Website zurückholen lässt, weiß man erst nach einem Wiederherstellungsversuch. Backups können unvollständig, unverschlüsselbar oder inkonsistent sein, ohne dass es beim Erstellen auffällt.
Was kostet ein einzelnes Update ohne Wartungsvertrag?
Nach Aufwand abgerechnet, üblicherweise ein bis zwei Stunden je Durchgang. Bei einem Stundensatz von 90 bis 120 Euro liegt ein einzelner Wartungsdurchgang damit oft über dem Monatspreis eines Vertrags, weil ohne laufende Überwachung mehr Nacharbeit anfällt.

Verfasst von Mario Knebl, Kaevo, Gallneukirchen. Zuletzt aktualisiert am . Preisangaben verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Marktspannen aus eigener Recherche, Betriebszahlen aus dem eigenen Bestand betreuter Installationen.